Hârnmaster

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18 Nov 2014 18:05 #5850 von Schrödingers Würfel
Hârnmaster wurde erstellt von Schrödingers Würfel
Hallo!

Gibt es in Paderborn auch Rollenspieler, die Hârnmaster spielen?

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11 Dez 2014 13:38 #6019 von Schrödingers Würfel
Hui, was für eine Resonanz... :D

Als Erklärung: es handelt sich trotz den Namens nicht um etwas, das mit irgend welchen Körperflüssigleiten zu tun hat, auch, wenn jetzt einige Leser vielleicht entäuscht "ach menno!" sagen werden. (Außer vielleicht mit Blut, das aus den Helden oder deren Gegner stammt...)

Hârnmaster wurde Anfang der 80er Jahre von dem leider vor 6 Jahren verstorbenen Nick Robin Crossby erfunden. Da seine Eltern aus Wales stammten und er mit 99,9% der Weltbevölkerung das selbe Schicksal teilt, nämlich die totale Unkenntnis der deutschen Sprache, hielt er dieses Wort mit dem lustigen Zeichen über dem "a" für geeignet, um es im englischsprachigen Raum, vorzugsweise Amerika und Kanada, wo er wohnte, als Name für ein RPG auf den Markt zu bringen.

Die Welt bzw der Kontinent Hârn ist sehr an das mittelalterliche England angelehnt, mit einem sehr starken Feudalsystem und Dutzenden von kleinen Königreichen. Es gibt die klassischen Rassen Menschen, Zwerge, Elfen, Orks, Trolle und andere Fabelwesen, sowie Magie und Götterwirken. Allerdings sehen die Rassen hier ein klein wenig anders aus als sonst dargestellt: Elfen haben z.B. keine spitzen Ohren und Orks erinnern eher an Goblins.

Insgesamt ist diese Welt viel stärker an die Realität angelehnt als klassische "Edel-Fantasy"-Systeme wie Midgard, D&D oder DSA, in denen es meisten sauber, rein und mitunter sehr klischeehaft zugeht. Hârn(master) ist halt das dreckige und brutale Mittelalter. Was aber nicht heißt, daß nur gekämpft und geschlachtet wird!

Das System zeichnet sich durch sehr viel Detailreichtum und dem Fehlen jeglicher Klassenbeschränkungen, Lebens- und Erfahrungspunkten aus. So kann z.B. auch ein Zauberer in diesem System zu einem passablen Schwertkämpfer werden, vorausgesetzt, er nimmt sich die Zeit zum Üben, was dann natürlich auf Kosten seiner magischen Studien geht. Rüstungen werden nicht einfach nach Trefferpunkten berechnet, die sie aushalten, sondern es gibt die verschiedene Schadensaspekte stumpf, spitz und Schnitt, und für jeden dieser Aspekte gibt es mehr oder weniger gut geeignete Materialien, aus denen eine kombinierte Rüstung bestehen kann.

Kämpfe werden nicht durch den Verlust durch "Lebenspunkten" entschieden, sondern alleine durch die Ausdauer, die ein Kämpfender aufweist. Es ist in diesem System eher unwahrscheinlich, im Kampf zu sterben, viel wahrscheinlicher ist es, anschließend an Wundbrand zu sterben, wenn die Wunden nicht fachgerecht versorgt werden.

Das hört sich alles nach sehr viel Rechnerei und Regelwälzerei an. Da das System aber mit nur zwei verschiedenen Würfeln auskommt, nämlich W6 und W100, und die meisten Würfe durch einen Prozentwurf (W100) entschieden werden, hat man diese Regeln, die darüber hinaus auch noch sehr logisch und intuitiv aufgebaut sind, sehr schnell intus und selbst ausgedehnte Kämpfe gehen schneller von der Hand als bei anderen Systemen.

Wer Interesse an einer Runde hat, darf sich gerne melden.
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11 Dez 2014 22:13 #6023 von Chruschtschow
Chruschtschow antwortete auf Hârnmaster
Hârnmaster... Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust...

Zum einen ist das wohl einer der Klassiker der stark simulatorisch orientierten Rollenspiele. Detailliert, sehr auf Realismus bedacht. Schon sehr reizvoll, da mal einen Blick reinzuwerfen.

Zum anderen denke ich mir: "Wie heldenhaft ist das denn, wenn mein Charakter hinterher jämmerlich an Wundbrand verreckt," denn der scheint ja beliebt zu sein. Ich erinnere mich, vor 20 Jahren schon mal gelesen zu haben, dass Hârnmaster das System ist, in dem man eben daran sterben kann, wenn man durch einen Dornenbusch klettert.

Für eine feste Runde fehlt mir schlicht die Zeit, eine Schnupperrunde, vielleicht ja an einem Samstagstermin, fände ich super. :thumbsup:

Schönes Setting, aber das würde ich mit Fate spielen. :blau:

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11 Dez 2014 23:47 #6025 von Sir
Sir antwortete auf Hârnmaster
Spielercharaktere müssen ja nicht zwangsläufig Helden sein ;)
Aber ja, an Wundbrand zu sterben klingt in der Tat etwas frustrierend und wenig spektakulär. Ich gehe aber mal davon aus, dass man diese Gefahr in Grenzen halten kann, wenn man sich entsprechend um seine Wunden kümmert,.. oder?

An einer kleinen Testrunde wäre ich auch interessiert. Bevorzugt dienstags :) .. Eignet sich das System denn auch für One-Shots?

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12 Dez 2014 00:05 #6026 von Schrödingers Würfel

Sir schrieb: Ich gehe aber mal davon aus, dass man diese Gefahr in Grenzen halten kann, wenn man sich entsprechend um seine Wunden kümmert,.. oder?


So ist es! Das Spiel ist natürlich nicht darauf angelegt, die Helden möglichst schnell sterben zu lassen. Aber Spieler, die meinen, ihre Helden könnten jede Wunde mal eben so wegstecken und weiterziehen, als wenn nichts gewesen wäre, sollten noch mal nachdenken. ;)

Was die Sache mit dem Dornenbusch angeht: das kann Dir natürlich auch bei DSA passieren. Ich denke da so an Dornenbüsche wie im Garten des Marktgrafen von Warunk, bei der Rettung seines Larifari. :D

An einer kleinen Testrunde wäre ich auch interessiert. Bevorzugt dienstags :) .. Eignet sich das System denn auch für One-Shots?


Dienstags bin ich schon in einer DSA-Runde.

Ein Einführungs-Abenteuer wäre durchaus möglich, dann allerdings mit vorgefertigten Helden, weil sonst die Erklärungen bei der Erstellung zu lange dauern würden.

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13 Dez 2014 09:37 #6029 von angband
angband antwortete auf Hârnmaster
Ich kenne Harnmaster nur vom Hörensagen, und die berüchtigte, bereits erwähnte Wundbrand-Geschichte ist hängengeblieben, sowie dass es ein brauchbares Wirtschaftssystem geben würde :)

An einem One Shot hätte ich auch Interesse. Mir geht es bei simulationistischen Systemen allerdings ähnlich wie Chruschtschow.

Einerseits liest sich das oft sehr gut (Contact war mein letzter Versuch), anderseits ist die Gefahr da, dass der Anspruch, möglichst viel mit Regeln abbilden zu wollen, das eigentliche Spiel zäh macht.

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